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JD
Hol
Garmans Sommer
Hole, Stian, 2009| Gemeindebücherei Heiligenbrunn | |
| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-446-23314-0 |
| Verfasser | Hole, Stian
|
| Beteiligte Personen | Kronenberger, Ina
|
| Systematik | JD - Bilderbücher |
| Schlagworte | Angst, ab 5 Jahre, Abschiednehmen, Schulbeginn |
| Verlag | Hanser |
| Ort | München |
| Jahr | 2009 |
| Umfang | [22] Bl. |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Stian Hole. Ina Kronenberger |
| Illustrationsang | überw. Ill. (farb.) |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Heidi Lexe; Wer hätte jemals so genial ins Bild gesetzte Tanten gesehen? In Garmans Welt sind die Grenzen der Vorstellungskraft schlicht aufgehoben. (ab 5) (JD) "Wovor hast du Angst?", fragt Garman. "Vor dem langen Winter", antwortet Tante Ruth. Der Winter hat seine Tücken, wenn man alt ist. Garman ist das unverständlich; er "denkt an das Iglu, das er bauen will, an die Rodelbahn im Park und an heißen Kakao mit Sahne". Sehr wohl verständlich ist Garman jedoch die Tatsache, dass Tante Ruth im Winter die Mühsal des Altwerdens und Abschiednehmens sieht. Ist Garman doch in diesem Sommer wie in keinem zuvor mit Abschieden konfrontiert. Ein kleiner Vogel stirbt und wird von Garman an einem geheimen Platz im Garten begraben; Garmans Papa geht mit seinem Orchester auf Tournee; und auch Garman selbst steht ein Abschied bevor ... Diesem Abschiednehmen entsprechend inszeniert der norwegische Autor und Designer Stian Hole sein Bilderbuch wie eine stilistische Retrospektive, durchflattert von Elementen der Hippie-Kultur und durchsetzt vom Styling der 1960er Jahre. Er nimmt Garman beim Wort und verbildlicht dessen Weltwahrnehmung im Zusammenspiel aus illustratorischem Hyperrealismus und phantastischer Grenzauflösung. Genau beobachtend "sammelt" Garman die Eindrücke des Sommers, sortiert sie wie die Devotionalien seiner Kindheit. Um im allerletzten, leergeräumten Bild auf das Danach zu warten: den Schulanfang. Ein in seiner Sprach- und Bildkomposition außergewöhnliches Bilderbuch, sehr zu empfehlen ab 5 Jahren. ---- Quelle: STUBE (http://www.stube.at/); Es ist ein Sommer voller Abschiede: Ein kleiner Vogel wird an einem geheimen Platz im Garten begraben, Papa geht mit seinem Orchester auf Tournee und Garman sortiert noch einmal die Requisiten seiner Kindheit, bevor der Ernst des Lebens beginnt. Das Bilderbuch endet am Abend vor dem ersten Schultag; bis dahin hat Garman einen blumenbestückten und nach Kuchen duftenden Sommer durchlebt - voller kurioser Details und in Begleitung seiner sehr alten und nicht minder skurrilen Tanten. Im illustratorischen Wechsel zwischen Hyperrealismus und surrealen Szenerien wird Garmans kindliche Vorstellungswelt beim Wort genommen - wobei das Moment des Erinnerns auch Eingang in die außergewöhnlich gestalteten Illustrationen findet: Mit Stilelementen der Hippiekultur wird in den klugen und ideenreichen Collagen die Biedermeierlichkeit der 1950er Jahre ironisch gebrochen. *STUBE* Sommer und Feste haben vieles gemeinsam: Man darf Dinge tun, die sonst nicht erlaubt sind und sie beziehen ihre Besonderheit daraus, dass sie irgendwann enden. Der Sommer, von dem hier erzählt wird, ist der letzte vor dem Schulbeginn. Wie jedes Jahr kommen Garmans alte Tanten zu Besuch. Sie schenken ihm gestrickte Pudelmützen und essen gemeinsam Makronenkuchen. Für Garman ist es ein Sommer voller Abschiede: Ein Vogel wird im Garten begraben, Papa geht mit seinem Orchester auf Tournee, Garman sortiert noch einmal die Requisiten seiner Kindheit, bevor der Ernst des Lebens beginnt. Zukunftsangst und Vergänglichkeit werden auf mehreren Ebenen verknüpft: Garmans Sorgen beim Übergang in die Schule, die Ängste seiner Eltern und die seiner Tanten vor dem nahenden Tod repräsentieren die typischen Ängste dreier Generationen. Im illustratorischen Wechsel zwischen Hyperrealismus und surrealen Szenerien wird Garmans kindliche Welt beim Wort genommen. Psychedelisch anmutende Collagen wechseln in ironischer Brechung mit Bildwelten aus den 50er Jahren, um auf der nächsten Seite im Heute anzukommen. *STUBE* -Lektorix- Von seinem Ende her ist das Bilderbuch als Erinnerungsgeschichte zu lesen. So wie im Einmachglas auf dem Rückcover Früchte für die kühleren Tage konserviert werden, ist im Buch selbst die Erinnerung an den Sommer festgehalten. Es ist ein besonderer Sommer: Garmans (letzter) Sommer (vor Schulbeginn). Die Geschichte setzt ein mit dem Vorausblick auf ihr eigenes Ende: "Garmans Sommer ist bald vorbei." Fotorealistisch zoomen die Illustrationen an die Vorboten des Herbstes heran, setzen überreifes Obst und sich bereits rot färbende Blätter in bewusster Verkehrung von Größenverhältnissen ins Bild. Wie Insekten umschwirren Garman die sommerlichen Szenerien unterlegt mit dem fröhlichen Geplapper der Tanten, die mit dem Schiff aus einer anderen Zeit gefahren kommen und "Gicht und Verdauungsschwierigkeiten und Makronenkuchen mitbringen". Und wenn Garman sich denkt, dass die Tanten jedes Jahr ein bisschen mehr schrumpfen ("bald können sie kaum mehr übers Gras schauen"), dann nehmen die Illustrationen Garmans Gedankensprünge beim Wort. Bis hin zur kleinsten Augenfalte und bis hin zu den auf dem alternden Kinn sprießenden Barthaaren in Detailtreue gestaltet, werden die Figuren zu Collage-Elementen einer skurrilen Gartenszenerie, die Garmans Vorstellungswelt bildlich auffächert. Die farbintensiven Anleihen dafür entstammen dem Styling der 1950er Jahre ebenso wie der Hippiekultur und dem magischen Realismus. Doch in das sommerliche Kaffeekränzchen schleicht sich bald die Vorausschau auf den Winter: Das Gastgeschenk der Tanten ist eine Pudelmütze mit Quaste. Gedacht für Garman und doch der Versuch, die eigene Angst vor dem Winter in Zaum zu halten. Die Angst vor den kalten dunklen Abenden und den Räumfahrzeugen, dem Schneefegen und glatten Bürgersteigen. Auch wenn Garman mit dem Winter viel eher das Iglu, die Rodelbahn im Park und heißen Kakao mit Schlag in Verbindung bringt, so kann er gerade in diesem Sommer nachvollziehen, was Angst und Abschied (für die Tanten) bedeuten. Ein kleiner Vogel stirbt und wird von Garman an einem geheimen Platz im Garten begraben; Garmans Papa geht mit seinem Orchester auf Tournee; und auch Garmann selbst sortiert noch einmal die Requisiten seines Kleinkinderlebens, bevor er sich in Warteposition auf den ersten Schultag begibt. In seiner letzten doppelseitigen Illustration hat der norwegische Bilderbuchkünstler Garmans Zimmer leergeräumt. Der Sommer ist Erinnerung und Garmans Blick auf das Morgen gerichtet: "Es sind noch dreizehn Stunden, bis die Schule anfängt. Und Garman ist ein bisschen mulmig." *STUBE* Heidi Lexe |
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